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Aufmasse:

Zum Verständnis eines Gebäudes sind Aufmaße mindestens so wichtig, wie Fotografien; insbesondere wenn mehrere Umbauten den ursprünglichen Zustand nur noch verschwommen sichtbar werden lassen. Da gilt es wichtige Spuren einzuzeichnen wie: alte leere Zapfenlöcher oder unsinnig erscheinende Holznagellöcher, versetzte Gefügeteile (die sind häufig zu erkennen beim Entziffern der Abbundzeichen), Markierungen eines Plattenofens, Kuhlen an den Enden von Balken als Hinweis einer früheren Verwendung usw.

Die Aufmaße fertige ich auf Millimeterpapier DIN A 3 an. Dabei muß nicht immer ein Gebäude komplett aufgemessen werden. Wenn bei einem Wohnwirtschaftsgebäude alle Außenwände in jüngerer Zeit ausgewechselt wurden, das Innengerüst aber aus dem 16. Jahrhundert stammt, reicht in der Regel ein Längs- und Querschnitt im Maßstab 1:50. Wichtig und hilfreich sind Detailzeichnungen von Gefügeknoten, Kopfbändern, Knaggen, Luchtriegel, Herdrähm usw. im Maßstab 1:10 oder mindestens 1:20.

Vor Ort werden alle relevanten Spuren auf Milimeterpapier erfaßt

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Diese Seite wurde zuletzt am 19.12.2005 12.20 Uhr aktualisiert!