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Nachruf auf Dr. Ulrich Klages

Am 14. 12 2007 starb Ulrich Klages aus Heidenau im Alter von 69 Jahren. Er hinterlässt uns ein umfangreiches hausforscherisches und agrarhistorisches Werk, in das man sich mit Gewinn vertiefen und so die Erinnerung an ihn mit Leben erfüllen kann.

Er wurde am 7. 4. 1938 in Stadtoldendorf geboren. Aus seinem Werdegang seien genannt: Abitur in Holzminden 1958, die Entscheidung für das Medizinstudium, die wissenschaftliche Laufbahn in der Rechtsmedizin (mit 12 Publikationen zwischen 1970 und 1975), die Entscheidung für das Wohnen auf dem Lande (Otter seit 1973, später Heidenau Lkrs. Harburg seit 1978) und konsequent dann auch das Arbeiten auf dem Lande (in einer landärztlichen Praxis in Tostedt Lkrs. Harburg seit 1975). Auf dem Lande angekommen hat er seine wissenschaftliche Berufung gefunden. 1979 ist er der IGB beigetreten und wurde einige Jahre später auch Mitglied im Arbeitskreis für Hausforschung. In mehreren Heimat- und Geschichtsvereinen des Landkreises Harburg war er als Vorstand oder als Herausgeber der Vereinszeitschrift tätig.

Er hatte sich seit den frühen 1980er Jahren an der Arbeit in der IGB-Außenstelle Nordheide, die von Inge Buggenthin gegründet worden war, beteiligt. Wir haben uns dort 1983 kennengelernt. 1985 gründeten meine Frau und ich eine IGB-Außenstelle im Landkreis Rotenburg, die wir seit 1986 gemeinsam mit Uli Klages und Hans-Joachim Turner als Außenstelle der IGB für die Landkreise Harburg und Rotenburg betrieben. 1990 haben wir mit Unterstützung einer Anzahl von Freunden die beiden ersten Treffen unseres Nordwestdeutschen Arbeitskreises für Haus- und Gefügeforschung in Zeven und Rotenburg organisiert, deren Teilnehmer sich vorwiegend aus den Reihen der IGB des AHF rekrutierten und die im Frühjahr ihr 20. Treffen abhalten wird.

Der Kern von Ulrich Klages Fragestellung, die er selbst sein Lebenswerk genannt hat, war wissen zu wollen, wie in früheren Zeiten die Menschen auf dem Lande gelebt hatten. Und weil er naturwissenschaftlicher Rationalist war, wollte er es genau wissen, am Besten in Form von Beweisen. Für seine Forschung fand eine handfeste Quelle, die die Historikern schon aus methodischen Gründen traditionell vernachlässigen und die nach dem Paradigmenwechsel in der Volkskunde auch dort schwer aus der Mode gekommen war: die Bauernhäuser und ihre Nebengebäude. Die alte Bausubstanz auf dem Lande mit der gefügekundlichen Methodik zu erforschen, hat er zu einer Disziplin mit ausgefeilter Methodik und hohem wissenschaftlichen Anspruch weiterentwickelt. Bei ihm trafen viele Eignungen dafür zusammen. Zunächst großer Fleiß und große Leidensfähigkeit. Wenn wir gemeinsam aufgemessen haben, knurrte mir nach spätestens vier Stunden der Magen, die Finger und Füße waren bei entsprechender Witterung abgefroren, mein weiteres Interesse tendierte gegen null. Für Uli galten solche Schwächen nicht, für ihn war die Arbeit noch lange nicht getan: noch diese Querwand und jener Giebel musste unbedingt gemessen werden. Stoppen konnte ihn eigentlich nur die einfallende Dunkelheit. Hans-Joachim Turner hat viele der Hausbegehungen mit Uli gemeinsam unternommen, wie das Foto von 1986 zeigt, als wir gemeinsam das Haus in Ostereistedt zum ersten Mal aufgemessen haben. Uli hat aber die meisten seiner Aufmaße allein angefertigt bzw. anfertigen müssen und so ist meine Bewunderung für seine Energieleistung nur umso größer. Für ihn galt in besonderer Weise der Satz, den man als die Quintessenz aller Sachforschung bezeichnen könnte: „Die Liebe zum Dinge macht Mühe und Arbeit geringe.“

Unbestreitbar hatte er bei seinen Untersuchungen bald auch Erfolgerlebnisse zu verbuchen. Sein analytischer Blick erfasste Veränderungen, Umbauvorgänge und Feinheiten von großer Bedeutung, die mir und anderen regelmäßig entgingen. Er verknüpfte diese Erkenntnisse mit seinem profunden Wissen über die Arbeitabläufe auf dem Hof, die Funktionen in den Gebäudeteilen der Bauerhäuser und ihrer Nebengebäude und entwarf so ein detailliertes Bild des ländlichen Wirtschaftens auf der Quellenbasis der vorhandenen Bausubstanz. Auf Busexkursionen war mein Bestreben immer möglichst in Hörweite zu ihm zu sein, denn dort wurden die erhellenden Befunde entdeckt und kommentiert. Wenn er nicht selbst es war, der alles sah, dann wirkte er als Katalysator für die anderen Experten. Oft habe ich die Ansagen im Bus dann mit dem bestritten, was Uli vor Ort gefunden und diskutiert hatte.

Er hatte im Gegensatz zu manchem anderen Hausforscher aber nicht nur den Drang zu messen und zu zeichnen - wofür er ein Talent mitbrachte -, sondern dann auch zügig zu publizieren. Gut organisiert und mit Entschlossenheit zur Tat hat er so eine staunenswerte Vielzahl von Veröffentlichungen geschrieben. In Zahlen: Seine Literaturliste umfasst 107 Aufsätze, Berichte und Beiträge, die in nahezu allen Druckorganen des Elbe-Weserraums erschienen sind, von der Zeitungsbeilage bis zum wissenschaftlichen Buch. Allein für den Holznagel hat er 48 Aufsätze, „Leserbriefe“, Buchbesprechungen etc. geschrieben. Dazu kommen noch ca. 50 Hausgutachten, die er für Denkmalpflege, Museen, Heimatvereine, Dorferneuerungsausschüsse und private Besitzer erstellt hat – alles ehrenamtlich! Allein für unser gemeinsames Schafstallbuch hat er 45 Ställe aufgemessen und weiter 100 photographiert und beschrieben. Sein Gesamtbestand an Aufmaßen und Teilaufmaßen ländlicher Gebäude beträgt ca. 500, wie er mir selbst in seinen letzten Tagen bestätigt hat. Vielleicht hat er gespürt oder zumindest gefürchtet, dass das Schicksal ihm eineinhalb Jahrzehnte seines Lebens stehlen werde und dass er sich eilen müsse.

Aber Fleiß und Produktivität hätten nicht gereicht, um das bewundernswerte Werk zu vollbringen. Mehr als jeden anderen zeichnete ihn die Kreativität des Forschens aus. Ich suche was ich kenne und bin stolz wenn ich es finde. Er registrierte was er sah, auch wenn er es sich überhaupt nicht erklären konnte. Er merkte es sich, suchte weiter, sammelte Vergleichsbeispiele und ließ nicht locker, bis er eine plausible Erklärung für das Phänomen, die „Löcher im Holz“ gefunden hatte. Ihm war wohlbekannt, was der kongeniale Gerhard Eitzen, was Konrad Bedahl, Fred Kaspar, Haio Zimmermann, Heinrich Stiewe oder Dietrich Maschmayer und andere geschrieben hatten, aber das genügte ihm keinesfalls. Aus der großen Reihe seiner Forschungsergebnisse sind fünf in besonderer Weise zu würdigen:

1. Die Analyse der wieder verwendeten Hölzer.
2. Der Nachweis der verbreiteten Verwendung von geflößten Hölzern in den ländlichen Bauten an Elbe und Weser.
3. Seine akribischen Analysen der Häuser der „kleinen Leute“ auf dem Lande.
4. Seine funktionalen und ressourcenbezogenen Analysen der bäuerlichen Nebengebäude.
5. Die Untersuchung zu den „Zauberbohrungen“.

Auf diesen Gebieten und anderen mehr hat er der Geschichtswissenschaft Neuland erschlossen; seine Thesen sind in Nachfolgepublikationen bestätigt und weiterverfolgt worden. Mit der Analyse wiederverwendeter Hölzer hat er seine Methode der Gefügeforschung auf eine zuvor nicht erreichte und wohl auch nie wieder erreichbare Höhe getrieben. Seine Rekonstruktionen von in rezenten ländlichen Hausbestand nicht mehr nachweisbarer Hausformen, Verzimmerungsarten und Nutzungsweisen sind für Archäologen, Hausforscher und Agrarhistoriker in gleicher Weise anregend. Er war unter den Hausforscher der mit dem am wenigsten voreingenommenen Scharfblick, und einem bewundernswerten Gedächtnis für Details, was möglicherweise seiner Herkunft aus der Gerichtsmedizin geschuldet ist, bzw. was eben seine hervorstechenden Eigenschaft war, die ihn für beide Tätigkeiten so sehr qualifizierte.

Wie hat er selbst seine Forschung eingeschätzt? Einer seiner Lieblingssätze war, dass Gerhard Eitzen auch alles schon gesehen und beschrieben hätte, und wir eigentlich gar nicht mehr zu forschen brauchten. Das sollte uns wohl hauptsächlich auffordern Eitzen zu lesen und war ansonsten reines Understatement, denn er ist in vielen Punkten weit über Eitzens Erkenntnisse hinausgelangt. Es fiel ihm schwer, sich selbst zu loben, aber er war dennoch sehr empfindlich, wenn Volkskundler und Historiker den Wert seiner Ergebnisse nicht zu würdigen wussten. Eine der Begebenheiten, von denen er mir noch kurz vor seinem Tode erzählte, war die große positive Zustimmung mit der der Herausgeber des „Harburger Jahrbuches“ seinen ersten Aufsatz angenommen hatte, obwohl Jürgen Ellermeyer und er sich zu dem Zeitpunkt persönlich noch nicht kannten. Und als Gegensatz dazu die Herausgeber der „Lüneburger Blätter“, die einen ganz wichtigen Aufsatz von ihm erst zweieinhalb Jahr liegen ließen und dann das Jahrbuch ohne den Aufsatz herausbrachten. Der verantwortliche Herausgeber stand auch für eine Rücksprache nicht bereit, sondern ließ Uli das durchgefallene Manuskript nur von der Sekretärin aushändigen. Daran erinnerte er sich gut und mit Zorn. Als Trost ist zu berichten, dass auch die Lüneburger Blätter später dann Aufsätze von ihm druckten. Und er kam versöhnlich auf das Gedicht zu sprechen, das Hans-Hermann Meyer vom Bremer Focke Museum uns zur Eröffnung unserer Ausstellung im Bremer Rathaus vorgetragen hatte, worin von Missachtung des Laienfleiß und der Laienerfolge durch die hauptberuflichen Experten die Rede ist, ein Gedicht, das Uli sehr schätzte.

Neben die Forschung über das vergangene bäuerliche Wohnen und Wirtschaften, trat bei ihm das eigene Leben in den Formen einer alten Zeit. Er hat die Gegenstände, die Zeugnis davon abgeben können, in jeder Form gesammelt und tendenziell auch in und mit ihnen gelebt. Dazu gehören als größte Stücke die Häuser, die er renoviert oder durch Umsetzung um sich herum versammelt hat. Das reicht geographisch von Schöderup im Kreis Flensburg bis Visec in Südfrankreich und dazwischen, Otter, Heidenau, Tostedt, Beckdorf, Seppensen, Ostereistedt und Bevern. Er hat in diesen Häusern gelebt bzw. sie inszeniert, als ob dort die Zeit stehen geblieben sei. Das Haus in Otter ist das unglaublichste Museum, das ich kenne. Es kam mir bei meinem letzten Besuch dort so vor, als ob 1840 jemand die Tür zugemacht hätte und ich beim Eintreten sie zum ersten Mal wieder öffnete. Vielleicht ist das Haus ein wenig zu vollgestapelt mit diesen hunderten von Sachen des Kleinbauernlebens? Nein, die Armut bedingt Enge und Enge bedingt Vollgestelltheit oder wie Brecht sagt, „die bittere Scharm, nicht allein zu sein, die dem Armen eigen ist“. Das wird in diesem Haus nicht nur für die Augen sondern auch für das Gemüt erfahrbar. In Otter und in Sniers Hus in Seppensen, das nach seiner Vorstellung als Museum wieder aufgebaut wurde, hat er die Kultur des offenen Herdfeuers gepflegt. In beiden Häusern ist damit eine große Besonderheit der sinnlichen Erfahrung erhalten: der spezifischen Geruch des Rauchhauses. Als wir allerdings 1986 auf einem Außenstellentreffen in Sniers Hus mit offenem Herdfeuer an einem kühlen Novemberabend eine Diaprojektion durchführen wollten, hatte das vom Projekt ausgehende Licht große Schwierigkeiten die Leinwand zu erreichen.

Mit seinem „Ferienhaus“ in Bevern hat er sich einen Traum erfüllt, den Traum von der Rückkehr an den Ort und in die Zeit, die er als Kind erlebt hatte, auf dem Lande im Weserbergland. Gesammelt hat er mit großem Erfolg sein ganzes Leben lang und nicht nur in Otter sondern auch in Bevern und Heidenau alle die Gegenstände versammelt, die den bäuerlichen Haushalt ausmachten: die Wandbilder, die Grapen, Tonflaschen- und -krüge, Körbe, Fässer, Leiterwagen und und und.

Manches daran war durchaus skurril. Besonders geehrte Besucher in Heidenau wurden zunächst in einen Verschlag unter der Treppe geführt wo für Sekunden dann die letzte Glühbirne des Landkreises mit originalem Kohlefaserglühmedium angeschaltet wurde. Das Leben in der Küche von 1875 hat manchen Besucher sicher stutzen lassen. In seinem Haus in Bevern hat er die Komfortansprüche zugunsten der Authentizität noch weiter zurückgeschraubt. Er selbst hat sich dort aber wohl und glücklich gefühlt.

Er hatte den Beruf des Arztes erlernt und mochte seine Arbeit, fanden jedoch nicht, dass man das mit einem Hobby verwechseln sollte, in das man Begeisterung und Seelenqual investiert. Der Beruf des Landarztes öffnete ihm allerdings den Weg in die Häuser und Herzen vieler Bewohner des Landkreises, denen er in ihren Häusern mit ihren z.T. noch sehr altertümlichen Lebensweisen beobachten konnte. Mit einigen engen Freunden hat er vor drei Jahren begonnen hausforscherische Intensivfahrten durchzuführen. Zu der Gruppe gehören Volker Gläntzer, Bernd Kunze, Erhard Pressler, Heinz Riepshoff, Heinrich Stiewe, und Haio Zimmermann. Die Fahrten führten in der Vergangenheit nach Norwegen, nach Rügen und in die Niederlande. An einer verschlossenen Stabkirche hat Bernd Kunze das Foto von Uli gemacht.

Ende November des Jahres erfuhr er von der Ausbreitung seiner Krebskrankheit. Er hat sich bei unserem drauffolgenden Gespräch nur noch eine Überlebenszeit von drei Wochen gegeben und damit leider auch fast recht behalten. Was war für uns Freunde zu tun, nachdem wir von der schrecklichen Prognose seiner Krankheit erfahren hatten? Sein erster dringender Wunsch war die Sicherung der Spoliensammlung, also der historischen Hölzer mit den von ihm entschlüsselten Spuren. Hans Turner und ich haben sie markiert, nach Ulis Angaben Texte dazu geschrieben und nach Ostereistedt transportiert. Angst hatte ich vor seiner Diasammlung, die er selbst als weitgehend ungeordnet und unbeschriftet bezeichnete. Heinz Riepshoff machte den Vorschlag: alle Experten treffen sich später und versuchen herauszubekommen, welche Häuser auf den Bilder zu sehen sein mögen. Mir wurde klar, dass das nicht gelingen könnte und so fand ich die Lösung: Uli selbst die Informationen abzufragen, so weit es seine Kräfte noch erlaubten. Und so haben wir viele der uns verbleibenden Stunden und Tage zusammengesessen, die Bilder besehen, den Zweck ihrer Anfertigung rekapituliert, uns an gemeinsame Erlebnisse erinnert, Geschichten erzählt und die Dias dabei beschriftet. Es waren schöne und wichtige Stunden, und ich denke: es ist vielleicht gut etwas Unordnung in seinem Leben zu belassen, die man dann in einer entscheidenden Zeit mit Sinn und Freundschaft füllen kann.

Am zweiten Tag unseres Projektes hat Uli mir ein besonderes Geschenk übergeben: Die Mappe mit seinen Aufzeichnungen zu unser beider Bauernhaus in Ostereistedt. Zu vorderst vier kleinformatige Zettel aus einem typischen Taschenkalender, wie ihn jeder Krankenhausarzt in der Kitteltasche trug und wohl heute noch trägt. Mit Datum vom 18. März 1976 sind dort kleine Zeichnungen von Gefügeknoten, Giebelansicht und Längsverband des Gebäudes niedergelegt. Es sind dies nach seiner Auskunft die ersten jemals von ihm gefertigten gefügekundlichen Notizen und Skizzen. Er hatte seinerzeit angefangen die Aufsätze Gerhard Eitzens zu lesen und als Assistent im Zevener Krankenhaus in den langen Mittagspausen die Umgebung erkundet. Dabei war er auf dieses großartige Haus gestoßen, das Eitzen selbst nicht gekannt hat. Am 21. November sind Uli und ich dann noch einmal nach Ostereistedt gefahren, um die dort schon zuvor eingelagerten Hölzer zu beschriften sowie die Restaurierungs- und Baufortschritte des Hauses zu betrachten. Uli hat ein bisher unbeachtetes Holznagelloch an einem der alten Riegel der Herdwand vermessen und in seine Zeichnung eingetragen. So hat sich ein Kreis geschlossen, denn es war der letzte Hausforschungsakt und zugleich die letzte Fahrt seines Lebens.

Er hat mir bei unseren Treffen drei Aufsätze übergeben, mit der Bitte, diese zur Veröffentlichung zu bringen. Für eine ebenfalls in seinen letzten Wochen fertiggestellte Monographie über die Scheunen und Speicherscheunen des Landkreises Harburg hat Rolf Wiese vom Freilichtmuseum am Kiekeberg den Druck in Aussicht gestellt, was Ulrich Klages sehr erfreut und noch mehr erleichtert hat. Für seine Aufsätze, die Liste seiner Veröffentlichungen, Hausgutachten und Aufmaße sowie weitere Aufsätze, die in seinem Sinne der ländliche Forschung gewidmet sein sollten, habe ich ihm vorgeschlagen einen „Ulrich Klages Gedächtnisband“ herauszubringen. Er hat kurz gezögert, sich zwar nicht sichtbar gefreut aber doch sogleich mit eignen Vorstellungen eingemischt, was ich als Zustimmung gedeutet habe. So kann ich hier dieses Projekt ankündigen, für das die bisher Befragten bereitwillig ihre Mitarbeit zugesagt haben.
Ich möchten dazu aufrufen, auf dem Spendenkonto der IGB (Volksbank Syke BLZ 291 676 24, Konto 1709901601) unter dem Stichwort „Ulrich Klages“, für dieses Projekt zu stiften.

Ulrich Klages war für den niedersächsischen Verdienstorden und das Bundesverdienstkreuz vorgesehen worden und obwohl der Ministerpräsident des Landes Niedersachsen Anfang Dezember seine Unterschriften schon gegeben hatte, hat Uli die Verleihung nicht mehr akzeptiert, da sich sein Zustand so weit verschlechtert hatte, dass er keinen auswärtigen Besuch mehr empfangen konnte.

Wolfgang Dörfler, Gyhum

Ich werde Ulrich Klages in Erinnerung behalten, als einen begeisterungsfähigen, am Leben hängenden, aber auch gelassen sein Schicksal annehmenden, in jeder Weise integeren und persönlich bescheidenen Menschen, einen genialen Forscher, Lehrer und herzlichen Freund.
Wolfgang Dörfler, Gyhum

Ulrich Klages beim Versuch eine verschlossene Stabkirche zu besichtigen, im Sommer 2004.

Bei der Besichtung eines restaurierten Blockbau-Speichers in Norwegen, Sommer 2004.

Ulli Klages bei seinem Lieblingsthema: Die geheimnisvollen Löcher.

Mit Hausforschern in den Niederlanden Mai 2007.

Ulli Klages 2003 auf einer Exkursion in der Grafschaft Hoya.

alle Fotos: B. Kunze

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